„Earth Girls Are Easy“ ist ein geiler 80er-Fieber-Traum, der „No Hard Feelings“ jugendfrei aussehen lässt

Jeder weiß, dass Filme aus den 80ern geil und seltsam sind, aber die aus den 1988ern Erdenmädchen sind einfach– das kostenlos mit Werbung auf Amazons Freevee gestreamt wird – bringt Geilheit und Verrücktheit auf ein völlig neues Niveau. Geena Davis verbringt die Hälfte des Films klatschnass in einem knappen rosa Bikini und versucht, drei pelzige Außerirdische abzuwehren, die in ihrem Pool abgestürzt sind – gespielt von Jeff Goldblum, Damon Wayans und Jim Carrey – und die Sex mit ihr haben wollen. Auch? Es ist ein verdammtes Musical.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Drei haarige, Kauderwelsch sprechende Außerirdische versuchen nicht nur, mit einem spärlich bekleideten Erdbaby anzukommen, sie tun es auch Lieder darüber singen. Wenn Sie Ihre Perlen über einen 32-Jährigen halten würden, der versucht, Sex mit einem 19-Jährigen zu haben, während Sie zuschauen Keine harten Gefühledu wirst es wirklich schwer haben mit diesem Film.
Regie: Julien Temple, mit einem Drehbuch von Julie Brown, Charlie Coffey und Terrence E. McNally – offenbar basierend auf einem Song aus Browns EP aus dem Jahr 1984 – die Handlung von Erdenmädchen sind einfach ist unkompliziert, wenn auch lächerlich. Geena Davis ist eine einfältige, aber schöne Maniküristin aus dem Valley – natürlich namens Valerie – die wirklich, wirklich, Wirklich möchte Sex mit ihrem Verlobten haben. Doch ihr Verlobter ist offenbar ein Vollidiot, denn er würde sie lieber betrügen. Valerie ist mit gebrochenem Herzen und sexuell unzufrieden. Betreten werden drei gleichermaßen geile Außerirdische, die Valeries Welt rocken werden.
Diese Außerirdischen heißen Mac, Wiploc und Zeeboo und sind mit Fell und alarmierenden Mengen roter, blauer und gelber Farbe bedeckt. Mac (der Blaue, gespielt von Goldblum) ist der Anführer, während Wiploc (der Rote, Jim Carrey) und Zeebo (der Gelbe, Damon Wayans) seine Flügelmänner sind. Sie sind von Davis‘ glitzernder Haut, seinen langen Beinen und frechen Brüsten genauso fasziniert wie die Kamera und so lassen sie ihr Raumschiff in ihren Pool krachen, um Valerie zu umwerben. Dank etwas Plot-Hokuspokus schrumpft ihr Raumschiff und sinkt auf den Poolboden. Valerie beschließt, ihren neuen außerirdischen Freunden die Erde zu zeigen, während sie daran arbeitet, ihren Pool zu entleeren.

Ich würde sagen, dass die Handlung keine Rolle spielt, aber ehrlich gesagt ist die Absurdität der halbe Spaß. Zum Glück – zum Wohle der Poren von Goldblum, Carrey und Wayans – beauftragt Valerie ihre Freundin im Salon, den Außerirdischen ein „menschliches“ Makeover zu verpassen. Carrey wird zum Schnuckel, Wayans zum Spieler und Goldblum natürlich zum verträumten Adonis. Im klassischen 80er-Jahre-Filmstil fährt Valerie mit ihren neuen kindlichen Schätzchen im Schlepptau durch die Stadt und feiert die ganze Nacht.

Und ja, offensichtlich hat Geena Davis Sex mit Jeff Goldblum. Ja, sie machen die Sexszene zu einer bizarren, ätherischen, pseudomusikalischen Nummer. Es tut mir leid, immer wieder den Ausdruck „geiler Fiebertraum“ zu wiederholen, aber anders kann man ihn wirklich nicht beschreiben. Valerie ist wegen ihrer Trennung niedergeschlagen, also verspricht Goldblum, dass sie sich „gut fühlen“ wird. Valerie protestiert, dass das unmöglich sei. Was ist, wenn sie anatomisch nicht kompatibel sind? Dann sieht sie Goldblums Penis (außerhalb des Bildschirms) und kommt zu dem Schluss, dass sie tatsächlich kompatibel sind. Die überirdischen, übersynthetisierten 80er-Jahre-Balladen schwellen an, und Davis und Goldblum stürzen in eine Zeitlupenmontage übernatürlichen Liebesspiels.

Es gibt nie Nacktheit mit R-Rating – na ja, vielleicht ein oder zwei „versehentliche“ Ausrutscher für Davis – und dennoch strahlt jede Szene dieses Films irgendwie animalische Sexualität aus. Tatsächlich ist der Film irgendwie mit PG bewertet. (Die PG-13-Einschaltquoten begannen vier Jahre zuvor, im Jahr 1984, aber offenbar glaubte die Motion Picture Association nicht, dass diese engen Badehosen und rosa Bikinis dies rechtfertigten.) Und doch im Vergleich zu Jennifer Lawrence und Andrew Barth Feldmans letztlich süßer und an der Grenze unschuldiger Beziehung in der R-Rated Keine harten Gefühledie außergewöhnliche Geilheit in Erdenmädchen sind einfach fühlt sich geradezu pornographisch an. Und ja, es gibt auch einen Tanzabend am Strand. Hollywood macht einfach keine so geilen Filme mehr!