Die Cowboys können ein strukturelles Problem nicht mit Craig Larson Jr. lösen.
Im Grunde ging Jerry Jones raus und besorgte ein paar Ersatzfenster, während die Cowboys in Wirklichkeit ein ganz neues Dach brauchten. Das ist der Deal.
Denn wenn die Decke Ihres Hauses undicht ist und sich Ihre Wände durch jahrelange Fundamentrisse zu verbiegen beginnen, wenden Sie sich nicht an einen Fensterbauer, sondern an einen Bauunternehmer. Aber diese Logik hat Jerrys Schreibtisch in Frisco noch nicht ganz erreicht.
Quinnen Williams – oder „Frage“ Williams, wie er schnell genannt wird, kommt zur falschen Stunde des Kalenders in Dallas an. Um ein altes politisches Sprichwort auszuleihen: Man erscheint am Wahltag nicht, wenn die Arbeit am Tag der Arbeit erledigt werden musste.
Schließlich sind die nächsten vier Spiele der Cowboys ein Spießrutenlauf voller Realitätschecks. Ein weiterer Rollout am Montagabend am 17. November, gefolgt von den Eagles, Chiefs und Lions. Das sind drei Teams, die entweder den Super Bowl gewonnen haben oder direkt vor der Haustür gelebt haben. Philadelphia und Kansas City haben es gemeinsam geschafft, die Lombardi in drei aufeinanderfolgenden Saisons zu gewinnen, während Detroit die Brautjungfer der NFC war, gegen die niemand spielen möchte.
Und die Cowboys? Sie müssen gegen den Gesellen Jacoby Brissett eine Niederlage einstecken.
Also hier ist die Mathematik. Damit der Wechsel von Quinnen von Bedeutung ist, muss Dallas etwas schaffen, das einer Football-Fiktion nahe kommt. Schlage die amtierenden Champions. Erobern Sie Patrick Mahomes am Thanksgiving Day – einen Quarterback, den Dak Prescott noch nie besiegt hat. Dann schreiben Sie die Demütigung vom letzten Herbst gegen die Lions neu, die ihnen eine 47:9-Niederlage auferlegten und die Cowboys vollständig aus der Endzone fernhielten. Habe ich etwas verpasst?
Um auf der „sicheren Seite“ zu bleiben, müssen sie wahrscheinlich sechs ihrer letzten acht Spiele gewinnen, um überhaupt eine Chance auf den Einzug in die Playoffs zu haben.
Sicher, Quinnens Chancen auf Relevanz für die Nachsaison verbesserten sich leicht, als er die Jets verließ, aber nicht viel. Denn egal wie laut die Stadionfenster klappern, Dallas braucht immer noch ein neues Dach – und Jerry ist immer noch davon überzeugt, dass ein frischer Anstrich es zusammenhalten wird.