O2 fordert Erricson nach einem Serviceausfall auf Schadensersatz

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Letzte Woche erlitt O2 den Zusammenbruch seines Datennetzes. Der Ausfall traf Nutzer von O2, GiffGaff und Tesco Mobile. O2 verlangt eine Entschädigung für das Problem und wendet sich hierfür an Ericsson. Ericsson, der den Datendienst von O2 bereitstellt, könnte mit Gebühren in zweistelliger Millionenhöhe rechnen einige Schätzungen bis zu 100 Millionen Pfund erreichen.

Als Netzanbieter ist O2 mit 25 Millionen Kunden der zweitgrößte im Vereinigten Königreich. Durch Affiliate-Deals mit Sky, GiffGaff und Tesco vertrauen weitere sieben Millionen Menschen auf das Netz von O2.

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Die Schuld für den Ausfall liegt offenbar beim schwedischen Telekommunikationsgiganten Ericsson, der seine Softwarezertifikate ablaufen ließ. Nun will O2 Schadensersatz in Höhe von zweistelligen Millionen Pfund fordern, doch das wirft einige Fragen auf: Wozu soll das eigentlich dienen und ob die Betroffenen überhaupt Geld zurückbekommen?

O2-Ausfall: Werden Kunden entschädigt?

O2 hat angekündigt, seinen Kunden eine Entschädigung auszuzahlen. Dies erfolgt in Form einer Rückerstattung für zwei Tage des Vertrags eines Kunden oder, für Kunden mit „Pay as You Go“, zusätzlichen 10 % beim Aufladen im neuen Jahr. Wer mobile Breitbandgeräte nutzt, erhält 10 % Rabatt beim Kauf weiterer Daten.

Mit anderen Worten: O2 zahlt sich nicht aus. Alle drei Optionen führen lediglich dazu, dass O2 weniger Geld von Kunden erhält, wenn diese weiterhin Kunde sind. Es ist noch nicht genau bekannt, wie viel der Ausfall O2 gekostet hat, aber die Rückerstattung an Vertragskunden dürfte nur zu einer Umsatzeinbuße von etwa 6,67 % für einen Monat führen – basierend auf einem 30-Tage-Monat.

Es lässt sich argumentieren, dass es für ein Unternehmen wünschenswerter ist, Einbußen beim potenziellen Umsatz hinzunehmen, als in Finanzberichten höhere Ausgaben auszuweisen. Darüber hinaus nimmt der Rückerstattungsprozess Zeit und Kosten in Anspruch, sodass er als vorteilhafter Schritt für Kunden angesehen werden könnte, die nicht auf eine Entschädigung warten möchten.

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Allerdings zahlt O2 seinen Kunden im Wesentlichen nichts aus. Darüber hinaus könnte O2 von dem Ausfall profitieren, wenn Ericsson am Ende die angebliche Summe von 100 Millionen Pfund zahlt und die Kosten für O2 tatsächlich niedriger sind.

Verständlicherweise könnte die langfristige Auswirkung bei einer Vertragsverlängerung zu einem Verlust von Kunden führen, kurzfristig könnte das Unternehmen jedoch aufatmen.

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